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Osteopathie

Osteopathie

Die Osteopathie ist eine Kunst, die gleichermaßen die Hände, den Verstand und eine urteilsfreie mitfühlende Wahrnehmung miteinbezieht. ... seit mehr als hundert Jahren hat sie sich bewährt.

Bei Rückenschmerzen oder Funktionsstörungen am Bewegungssystem gibt es wohl keine andere, so ausgeklügelte und philosophisch tiefgründige Methode!

Nach der sechsjährigen Ausbildung zum Osteopathen an der WSO, das heißt der internationalen Wiener Schule für Osteopathie, lasse ich mein Wissen als Mediziner in der Untersuchung und Behandlung immer einfliessen. Aber am meisten lerne ich am Klienten, durch aktives Zuhören und tägliches sammeln von neuen Informationen und weiterführenden Fortbildungen. 

Zur Methode: durch ganz feine und subtile Untersuchung der Muskeln, Gelenke, Muskelhäute und der Knochen und Gewebe, ist es das Ziel, die Ursachen von Beschwerden vorwiegend am Bewegungssystem zu ergründen und ertasten. Die Behandlung erfolgt ebenfalls mit den Händen. Eine sehr menschliche und auch effiziente Form der Medizin!

Osteopathie als Alternative?      

Die Möglichkeiten dieser alternativen, rein manuellen Methode kennen wenige. Osteopathie ist eine über hundert Jahre alte Behandlungs- und Diagnoseform, die 1895 von Arthur Taylor Still in Amerika begründet wurde.

Diese Behandlungsmethode ist ideal, wenn es um die verschiedensten Beschwerden am Bewegungsapparat geht, egal, ob es sich um Wirbelsäulenprobleme, Schmerzen im Bereich der Extremitäten oder um Blockaden im Nacken- und Kopfbereich handelt. Während der Behandlung werden durch die Hände Blockaden ertastet und aufgelöst, um die Selbstregulation des Körpers wieder zu ermöglichen. Diese Blockaden sind Bewegungsstörungen, nicht nur von Wirbeln und Gelenken, sondern auch an inneren Organen. Sie können Gelenke, Muskeln und Muskelhäute, aber auch Schädelknochen betreffen.

Ursachen finden

Durch Verletzungen, Überlastungen und Fehlbelastung in Beruf oder Sport, langes Sitzen,  Operationen, aber auch durch psychisch-emotionale Prozesse oder durch Stoffwechselprozesse können Probleme entstehen, die der Organismus oft nicht ohne Anstoß auflösen kann. Daraus entstandene Schmerzen müssen dabei nicht dort auftreten, wo das ursächliche Problem liegt. Sie schaffen nicht nur ein Leiden oder eine Krankheit, sondern sind auch Ausdruck einer Funktion und Anpassungsleistung.  Still sagte: „Krankheit kann jeder finden, nach der Gesundheit müssen wir suchen“. Das heißt, jede Veränderung hat einen Grund und nach eben diesem wird in der Osteopathie gesucht. Sie fragt danach, welche Struktur betroffen ist, welcher Prozess dahinter steckt und welche Auslöser dafür in Frage kommen können.

Untersuchung und Behandlung

Idealerweise dauert eine Aufnahmeuntersuchung sechzig Minuten. In einem circa 15minütigen Aufnahmegespräch wird nach einem roten Faden von Auslösern oder Ursachen für die Beschwerden gesucht. Es folgt die Beobachtung und  Untersuchung mit den Händen. Anschließend werden orthopädische und neurologische Sicherheitstests gemacht, um zu gewährleisten, dass nichts „Akutes“ übersehen wird. Danach folgen feinere und genauere Tests: auf die Beweglichkeit der Wirbeln, Organe, der Schädelknochen (Cranium) und des Kreuzbeines (Sacrum) wird dabei besonders geachtet. Letztere stellen eine funktionelle Einheit in der craniosacralen Osteopathie dar.

Die Berücksichtigung des craniosacralen Systems ist eine Besonderheit der Osteopathie. Ihr Begründer, Dr. William G. Sutherland, hat herausgefunden, dass es neben dem Herz- und Atemrhythmus noch einen weiteren Rhythmus im Körper gibt: den craniosacralen. Weil unsere Schädelknochen selbst bei Erwachsenen nicht vollständig verknöchern, bleiben zwischen den Schädelnähten feine Verzahnungen, die Bewegungen zulassen. Sutherland hat im Selbstversuch anhand einer Kopfzwinge die Bewegung seiner Schädelknochen unterbunden, was zu massiven Veränderungen von Kopfschmerz bis hin zu kognitiven Einschränkungen geführt hat. Wenn also z. B. nach einem Sturz auf den Steiß, Kopf oder die Wirbelsäule in der Folge Rücken- oder Kopfschmerzen auftreten, können diese auf sehr schonende, aber wirksame Weise im Rahmen einer craniosacralen Behandlung gelöst werden.

Im Unterschied zur konventionellen Medizin wird die Psychologie und Philosophie viel stärker in die Osteopathie miteinbezogen. Ein Beispiel: psycho-emotionale Störungen können zu Schulterschmerz führen. Weiß dies der Arzt, kann er anders therapieren. Eine Anpassung wird als Leistung des Körpers betrachtet, etwa bei einem Beckenschiefstand, der entstanden ist, um einem Fuß-Gelenks-Problem „auszuweichen“. Der Körper kompensiert intelligent.

Behandlung

Mit Hilfe spezieller Weichgewebstechniken und Manipulationen durch einen Impuls, wird ein schmerzhaftes Gelenk wieder mobilisiert, d.h. durch Druck wird dieses wieder sanft eingerichtet. Die Behandlung funktioniert im Gegensatz zur Chiropraktik auf mehreren Raumebenen. Biomechanisch bedeutet dies weit weniger Druck und der Patient empfindet die Behandlung als angenehmer. Wenn man diese Techniken beherrscht, sind sie nicht schmerzhaft, manche Patienten schlafen sogar dabei ein. Osteopathie ist zum einen Wissenschaft, zum anderen ist das manuelle Geschick auch ist eine große Kunst, die man schulen und immer verbessern kann.